Rauchverbot fatal für Kneipenwirte

Das viele Kneipenwirte, trotz des kürzlichen Wirtschaftsaufschwung seit vielen Jahren ums nackte Überleben kämpfen, sollte zwischenzeitlich Jedem bekannt sein, der die Gastronomiebranche ein wenig beobachtet. Stagnierende Verkaufspreise, viel zu hohe Mieten, Wareneinsätze weit über 30 % und jetzt das Rauchverbot in Gaststätten.

In den klassischen „Kneipen um’s Eck“ beträgt der durchschnittliche Umsatzrückgang seit Inkrafttreten des Rauchverbotes um die 30%. In selten Fällen auch 50% und darüber. Unwissend der finanziellen Situation vieler Wirte, wird hier vom Gesetzgeber einer ganzen Branche der Gar ausgemacht. Hier sollte der Ruf nach einer Gewerkschaft für die Gastronomiebranche mal ein offenes Ohr finden. Da bin ich mal auf die Veröffentlichung der Insolvenz-Zahlen vom derzeitigen Jahr gespannt.

Kürzlich erfuhr ich von einem Brauereivertreter selbst von einem Umsatzrückgang der Bierabnahme der Wirte von 25%. Wie lange wird da noch zugeschaut? Gesetzgeber, bitte mach was für die Wirte! Die Zeiten als fassweise Pils über den Tresen ging, als der Korn zum Pils noch ein Klassiker war, sind entgültig vorbei. Viele der Wirte erwirtschaften Tag für Tag mit seinen 20 Stammgästen gerade den Umsatz um die Kosten zu decken. (meist nicht mal das). Jetzt verscheucht dem Wirt der Gesetzgeber auch noch die letzten Gäste – danke liebe Bundesregierung!

Hier ist handeln angesagt. Für Einraumkneipen braucht es dringend eine neue Lösung. Der Kneipenwirt sollte selber entscheiden können – Raucherkneipe oder eben rauchfrei Kneipe. Dieses Gesetzt ist ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Unternehmers und für viele Wirte der finanzielle Untergang.

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4 Kommentare am “Rauchverbot fatal für Kneipenwirte

  1. Mike sagt:

    Wenn man sieht was das Rauchverbot in anderen Ländern gebracht hat,
    –Umsatzrückgänge bis50% und daraus resultierende Schließungen
    der Lokale–hat der liebe Mitbürger Nichtraucher nicht das erreicht was er
    haben wollte- eine rauchfreie Kneipe, Bar etc. Denn Diese wird es bald wegen Insolvenz nicht mehr geben. Vielleicht doch erst mal zum Glimmstengel greifen und das Hirn einschalten, bei mir funktioniert es noch sehr gut. Da dies aber, bei der mir bekannten Sturheit der Nichtraucher, nie der Fall sein wird, treffen wir uns dann, Raucher und Nichtraucher dann mit einer Flasche Bier oder einem Glas Wein auf der Straße wieder. Danke

  2. admin sagt:

    Einen passenden und interessanten Artikel habe ich noch auf PR-Online gefunden:

    Neue Reaktion auf das Nichtraucherschutzgesetz – Wirt will Raucher-Religion gründen

    http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/panorama/deutschland/521074

  3. Detlef Klemme sagt:

    Zwischenbilanz zum Rauchverbot

    Ich habe gestern eine Studie/Umfrage zum Rauchverbot bei venyoo.de gefunden und in unseren Blog gestellt.
    http://www.senioren-blogger.de/vermischtes/zwischenbilanz-zum-rauchverbot.html

    Gruß aus Paderborn
    Detlef Klemme
    BLiCKpunkt Redaktionsbüro

  4. Bernhard sagt:

    Sonntag, 1. Juni, 16:30 Uhr
    München – auf der Theresienwiese – an der Bavaria

    Großdemonstration gegen die Zerstörung der Gastronomie durch das totale Rauchverbot!

    Talkrunde mit Georg Schmid (CSU), Franz Maget (SPD), Theresa Schopper (Grüne), Martin Zeil (FDP), Hubert Aiwanger (FW), Jürgen Koch (FDP), Dr. Scheele, Franz Bergmüller (VEBWK)

    Moderation: Susanne Rohrer von BR 3

    Live – Musik: Chessboard, Roland Hefter und Turbolenz

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