Soforthilfe bei Insolvenzgefahr

Läuft das Geschäft in der Kneipe nicht so, wie ursprünglich angenommen, fehlt Geld für einen kostendeckenden laufenden Betrieb oder ist durch besondere Umstände wie z.B. dem Rauchverbot in Gaststätten der Umsatz eingebrochen und sind Sie in Zahlungsrückstände bei Lieferanten, Banken oder dem Vermieter gekommen ist es Zeit, sofort zu reagieren. Viele Gastronomen reagieren bei Zahlungsrückständen nicht (übrigens wie auch viele Schuldner im privaten Bereich) und scheuen mit zunehmenden Zahlungsverzug den Kontakt mit den Gläubigern. Das führt über kurz oder lang zum finanziellen Desaster, wenn nicht sogar in die Insolvenz.

Daher sollten sie folgende Massnahmen bei drohender Insolvenz beachten:

Sofortige Kontaktaufnahme mit den Gläubigern:

Kontaktieren sie sofort ihre Gläubiger. Nichts ist schlimmer als den Kopf in den Sand zu stecken und nicht zu tun. Machen sie Termine mit ihren Gläubigern und schildern sie diesen ehrlich ihre vorhanden Zahlungsschwierigkeiten. Wenn Sie dies nicht können, nehmen sie einen Bekannten zur Hilfe, der sich damit auskennt. Besprechung der genauen Rückstände und Verhandlungen über Lösungsansätze zur Tilgung der ausstehenden Zahlungsverpflichtungen mit den einzelnen Gläubigern ist ein Muss. Durch geschickte Verhandlungen erreichen Sie oft eine Minderung der ausstehenden Rückständen, wenn das wirtschaftliche Weiterleben überzeugend "rübergebracht" werden kann (Vergleich). Bei Mietrückständen unbedingte Verhandlung über eine minimierte Miete für die Zukunft. Die sofortige Ausarbeitung einer Kosten- und Ertragsaufstellung (G&V), ob sich die Weiterführung des Betriebes in dieser Form überhaupt noch lohnt. Mit diesen Sofortmaßnahmen erschaffen sie sich finanziell etwas Spielraum und können so ihre bisherige Geschäftstätigkeit überdenken und eventuelle wichtige Veränderungen vornehmen. Das Geld reicht gerade noch zum Einkauf von Waren und Getränken um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Aber für Personal oder Miete ist kein Geld mehr da. Was kann ich tun? In diesem Falle sind sie eigentlich schon insolvent, sprich zahlungsunfähig. Kontaktieren Sie unbedingt eine Schuldnerberatungsstelle, die sich mit ihrem Fall befasst und eventuelle Hilfe anbieten kann. Bei großen Schulden sollten sie sich überlegen, den Gang zum Insolvenzgericht vorzubereiten um den geistigen und körperlichen Druck, der durch Überschuldung zu Stande kommt, zu entgehen. Denken Sie auch an Ihre Gesundheit Oft ist dies die Folge einer fehlenden Kalkulation. Die Gegenüberstellung von Kosten und Ertrag fehlt. Viele Kneipen richten sich bei ihren Verkaufspreisen auf die Verkaufspreise der benachbarten Konkurrenz. Aber wissen Sie die laufenden Betriebs- Mitarbeiter- oder Mietkosten des Nachbarn. Mit großer Wahrscheinlichkeit - nicht. Ihre direkte Konkurrenz hat vielleicht weniger monatliche Aufwände und kann daher die Produkte günstiger kalkulieren. bzw verkaufen wie Sie. Addieren sie ihre monatlichen Kosten zusammen und vergleichen sie diese mit ihrem Nettoumsatz (Umsatz ohne MWST). Die Einnahmen müssen die Ausgaben klar übersteigen. Ist dies nicht der Fall müssen Sie Ihre Verkaufspreise Ihren laufenden Kosten anpassen oder umgekehrt am Warneinsatz, Personal oder sonstigen Aufwänden Sparmaßnahmen ergreifen, wie in Punkt Sparen beschrieben.

Die Themen

Das gesamte Projekt Kneipenhilfe kostenlos als PDF downloaden image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.